2008-11-10

Web 2.0: User gestalten Werbekampagne

Wieder mal sorgt bei mir ein Newsletter für großes Schmunzeln. Diesmal der Newsletter vom Dortmunder Flughafen.

Trauen die Marketingverantwortlichen des Airports den Aussagen Ihrer Agentur nicht mehr? Oder haben diese selber kein Urteilsvermögen mehr und lassen daher die User abstimmen, welche Kampagnenmotive für 2009 die richtigen ist?

Dann ist die Idee mit dem Web zwei Punkt etwas und dem User generated Dingsda zu machen natürlich nahe liegend. Abstimmen könnt Ihr unter http://www.dortmund-airport.de/index.php?id=1842


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2008-04-11

Ethikkodex für Onlinewerbung?

In einem Artikel der New York Times ist es zu lesen, dass ein US-Verband Richtlinien einführen möchte, die das Targeting von Aids- und Krebskranken, sowie von Usern mit bestimmten sexuelle Präferenzen ausschließen soll.en

Brauchen wir (oder die US-Bürger) so etwas wirklich? Wo legen die Grenzen des guten Geschmacks? Ich sehe nichts bedenkliches daran, wenn ich mit Bannerwerbung einen HIV-infizierten User auf ein Produkt (z.B ein Medikament oder eine Selbsthilfegruppe) aufmerksam machen möchte. Wo liegt der Unterschied zwischen dieser Krankheit und einem Patienten mit Parkinson? Vielleicht bilden genau diese Menschen meine Kern-Zielgruppe. Warum darf ich als Werbetreibender keine speziellen Hotels zum Christopher Street Day in San Franzisko zu bewerben?

Meiner Meinung nach ist es nicht verwerflich, solange die Werbung informativ und aufklärend gemacht ist. Meinetwegen kann auch mit Klischees gespielt werden, so wie in dem Beispiel des Models Oliviero Toscani, die sich in einer Kampagne gegen Magersucht engagiert. Hauptsache die Werbebotschaft täuscht nicht etwas vor, was das Produkt nicht erfüllt.

Natürlich wird auch das Thema „Ethik“ in Werbung immer wieder die Runde machen. Vielleicht erinnert Ihr Euch an die Diskussionen der Beneton Werbekampagne in den 90er Jahren. In diesem Beispiel wurde das gesellschaftspolitische Thema Rassismus aufgegriffen, was mehr als umstritten in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. (Es gab jedoch auch noch einige andere Motive, die ich jedoch auf die Schnelle nicht gefunden habe). Werbung ist also auch immer ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wozu also ein Ethik-Richtlinie? Es gibt ja auch keine Gesellschaftsrichtline an die wir uns zu halten haben, wenn wir das Haus verlassen.

Meiner Meinung nach schadet eine Kampagne die gegen den allgemeinen „ethischen“ Geschmack verstösst in der Regel ihrem Image. Im Fall von Beneton ist das jedoch anders. Durch diese provokante Kampagne hat man sich mit der Marke noch mehr beschäftigt. Soviel ich weiss, hat diese Kampagne auch zum Erfolg des Unternehmens beigetragen

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2008-03-13

Stadtmarketing: Werbekampagnen sorgen für Diskussionen.

Spiesser Alfons hat den Claim „Be Berlin“ in seinem Blog schon durch den Kakao gezogen. Das fast völlig unbemerkte Pendant aus dem Ruhrgebiet steht dem schlechten Claim der Berliner jedoch nicht hinterher. „Ruhr hoch n“ lautet die Kampagne aus dem Ruhrpott. Da fragt ich mich ernsthaft in welcher Phrasenkiste hat die Agentur gegriffen, die diesen Claim entwickelt hat.



Der Hohne dabei ist, dass diese Kampagne vom „Initiativkreis Ruhrgebiet“ in Auftrag geben und von Grey Düsseldorf entwickelt wurde. Ist es nicht ein „no go“, dass diese Kampagne von einer Düsseldorfer Agentur und nicht von einer aus dem „Ruhrpott“ entwickelt wurde? Die Lokal Matadore achten doch in der Regel darauf, dass solche Kommunikationsmaßnahmen auch innerhalb des Ruhrgebietes in Auftrag gegeben werden. Ein Politikum, das meiner Meinung nach schon an sich diskussionswürdig ist.
Einen Kommentar ist es zu entnehmen, dass der Claim von der Agentur erklärt wird.

Habe ich etwas nicht bekommen? Ich habe irgendwann mal gelernt, dass solche Claims sich selber erklären müssen. Denn Aufgabe von solchen Kampagnen ist es, nach außen und nach innen zu wirken. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass auch der Kumpel in Herne die mathematische Formel aus dem FF erklären kann. Wer nicht aus dem Ruhrpott kommt, kann seine mathematischen Kenntnisse über Potenzrechnung gerne bei Wikipedia erweitern.

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2008-03-05

„Du bist Deutschland“ Kampagnen Alternative

Die Marketing Zeitschrift W&V und die Financial Times Deutschland suchen die eine neue Idee für eine Kampagne des Standortes Deutschland. Diese könnte dann die Kampagne „Du bist Deutschland“ ablösen. Wer mitmachen möchte kann bis zum 27. März seine eigenen Idee einreichen. Ein Voting der besten Ideen findet dann online auf wuv.de bzw. ftd.de statt.

Hintergrund der Kampagne ist die Glaubwürdigkeit unser Elite Manager wie Zumwinkel oder dem VW-Betriebsrat die wegen Schmiergeld-Affären und Korruptionsverdacht auch international in der Presse diskutiert werden. Vielleicht sind dies zwei geeignete Motive.

Ob diese beiden Motive die Nachfolge antreten?





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