2008-05-16

Erfolgsversprechung des Post Plusbriefes?

Vor knapp einem Jahr hat die Post die Aktion „Plusbrief individuell“ gestartet. Durch diesen Service kann man eigene Briefumschläge inkl. individueller Briefmarke gestalten. Zunächst richtete sich das Angebot nur an Geschäftskunden. Ziel war es hier die Markenwahrnehmung zu steigern. Die Mindestabnahme der gestalten Plusbriefe betrug damals 1000 Exemplare.



Seit kurzer Zeit richtet sich die Post mit diesem Angebot auch an die Endverbraucher. Dazu hat die Berliner Agentur Jung von Matt einen passenden TV-Spot entwickelt, um dieses Produkt bekannt zu machen.

Ist der Plan, sich mit diesem Angebot an Geschäftskunden zu wenden, fehlgeschlagen? Oder sollen die Endkunden hier nur als weitere Zielgruppe angesprochen werden. Heutzutage muss man als Privatkunde nur 20 Exemplare abnehmen.

Mich persönlich hat bisher kein solcher Plusbrief erreicht. Weder privat noch geschäftlich. Auch wenn ich diese Idee nett finde, würde ich einen solchen Brief nicht versenden. Für einen privaten Anlass finde ich ihn zu kitschig – geschäftlich wirkt es meiner Meinung nach unprofessionell.

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WLAN T-Shirt für den Urlaub

Diejenigen von Euch, die in ihrem Urlaub und des bevorstehenden Trips nicht auf das eigene Notebook und das Internet verzichten wollen, lege ich dieses T-Shirt am Herzen. Denn es wird Euch bei der Suche nach einem drahtlosen Netzwerk unterstützen.



Wahrscheinlich wird es in den Metropolen Europas nicht nötig sein, aber bei einem Urlaub auf dem Land kann es sicherlich treue Dienste leisten. Also noch rechtzeitig vor dem Urlaub für 30$ bestellen, damit es rechtzeitig bei Euch ankommt.

Bitte nicht vergessen, dass vor dem Waschen die Batterien rausgenommen werden müssen.

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2008-05-15

WWW-Nostalgie

Was haben wir eigentlich damals ohne Internet gemacht? Diese Frage hat sich jeder von Euch schon mindestens einmal gestellt.

Die Zeitschrift „Die Zeit“ hat sich bereits in den letzten beiden Ausgaben zum 15. Geburtstags des Internets dieses Thema angenommen. Seit dem 30.04.08 erscheint dort wöchentlich in einer Sonderausgabe eine Sammlung dieser Erinnerungen, die Euch die o.g. Frage beantwortet. In insgesamt drei Teilen beschreibt die Sonderausgabe...

1) Wie das Internet unser Leben verändert
2) Wie das Internet unsere Gesellschaft verändert
3) Wie das Internet unsere Kultur verändert



Die Texte der ersten beiden Ausgaben sind bereits online
nachzulesen. Leider sind die Inhalte nicht so strukturiert aufgebaut, wie es bei der Printausgabe der Fall ist

Ich finde, dass diese Sonderbeilage ein „Must have“ für alle Onliner ist. In vielen kleinen Geschichten werdet Ihr zum Schmunzeln gebracht und denkt sicher, „Stimmt! So war das damals“.

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2008-05-06

Bewegung im europäischen Online Werbemarkt

Vor kurzer Zeit habe ich bereits darüber berichtet, dass ich Standards bei den Online-Werbemitteln auf europäischer Ebene vermisse. Das macht die Planung von größeren internationalen Kampagnen nicht gerade einfach und übersichtlich. Ein paar andere Formate hier, ein paar andere technischen Restriktionen da und schon taucht das Problem auf, dass diese unterschiedlichen Formate auch entwickelt werden wollen und damit erst einmal Kosten verursachen.

In Deutschland gibt es dafür den OVK (Online Vermarkter Kreis), der Standards für die Publisher definiert hat. Auf europäischer Ebene (geschweige denn auf globaler Ebene) gibt es diese Standards bisher nicht. Aber jetzt scheint Schwung in die Sache zu kommen.

Um diese Standards zu definieren hat sich das Interactive Advertising Bureau (IAB) gemeinsam mit der European Advertising Association (EIAA) zusammen geschlossen und den Interact Congress ins Leben gerufen. Hier sollen diese Standards entwickelt werden. Der Interact Congress findet am 2. und 3. Juni in Berlin statt. Dieses Jahr findet dieser Kongress zum zweiten Mal statt. Erwartet werden ca. 500 – 600 Teilnehmer von Agenturen, Vermarktern und der Werbetreibenden Industrie.

Das Interactive Advertising Bureau (IAB) ist der Dachverband der europäischen Online Werbewirtschaft, dem auch der Bundesverband der digitalen Wirtschaft (BVDW) angehört.

Die European Interactiv Advertising Association (EIAA) vertritt die Online Vermarkter und Publisher auf internationaler Ebene.

Ich persönlich würde mich freuen, wenn diese Standards schnell und unkompliziert definiert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass bei solchen Verbänden noch in den nächsten Jahren Formate diskutiert werden, die es in naher Zukunft schon gar nicht mehr geben könnte. Sicherlich ist es nicht einfach die Interessen (und Formate) von den Publishern aus den unterschiedlcihen Ländern zu vereinigen. Allerdings sehe ich hier aus Sicht der Werbetreibenden Industrie dringenden Handlungsbedarf.

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2008-05-05

Neue Marketing Definition: Sind die 4 P's noch zeitgemäß?

Neben der These des vorher beschriebenen Paradigmenwechsel von Ogilvy & Mather wurde eine weitere Behauptung auf dem Swiss CRM Forum aufgestellt. Diese lautet:

Die klassischen 4 P’s sind vorbei. Aus dem üblich gelehrten Marketing-Modell sollen nun 4 E’s werden.

Product zu Experience
Places zu Everyplace
Price zu Exchange
Promotion zu Evangelism

Meiner Meinung nach sind die 4 E’s den 4 P’s noch untergeordnet, denn nicht für alle Branchen lassen sich die 4 E’s integrieren. Was ist z.B. mit dem Einzelhandel? Das Thema Everyplace lässt sich hier nur schwer positionieren. Das gleiche gilt für Kaffee ab Beispiel „Tchibo“. Hier sind die Punkte Evangelsim oder Experience auch nur schwer nachzuvollziehen. Von daher denke, ich an das gelehrte Meffert Modell noch immer bestand. Auch wenn sich in der heutigen Zeit das Kaufverhalten der Kunden verändert hat.

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Paradigmenwechsel: Vom Customer Relation Management zum Customer Relevance Marketing?

Das ist jedenfalls eine These von Larissa Pohl (Head of Brand Consulting bei Ogilvy Brains, Frankfurt), die sie kürzlich lt. Angaben der Zeitschrift Marketing und Kommunikation bei der Ogilvy & Mather-Veranstaltung des Swiss CRM Forum geäußert hat.

Als ich diesen Satz zum ersten Mal gelesen habe dachte ich mir, dass dies ein neues Buzz-Wort aus der Agentur-Szene ist. Denn für mich ist Marketing im Markt und Kundenorientiert ansonsten würden sich Unternehmen nicht am Markt durchsetzen. Somit war für mich das Thema „Customer Relevance Marketing“ nur ein schönes Synonym, um Eindruck beim Kunden bzw. Publikum zu hinterlassen.



Da ich parallel eine Zusammenfassung von O’Reilly (The next generation of CRM) gelesen habe, sah ich hier eher einen Zusammenhang in der technischen Erweiterung eines CRM-Moduls, als dass ich ein neues Rezept zur Kundenkommunikation gesehen habe. Dabei ging es um die Möglichkeit offene Schnittstellen wie z.B. OpenID zu nutzen. Dadurch besteht für Kunden die Möglichkeit, leichter mit Unternehmen zu kommunizieren, anstatt sich bei jeder Plattform registrieren zu lassen. Solche Dienste werden z.B. bereits von mEgo oder Readr.com angeboten.

Das ist mit Sicherheit im Rahmen von CRM ein technischer Trend dem ich nur zusprechen kann. Allerdings würde ich dabei nicht gleich euphorisch von einem Paradigmenwechsel sprechen, sondern dies als Erweiterung sehen.

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