2007-12-30

Von der einfachen Web- zur Web 3.0-Suchmaschine

Unter diesem Motto präsentierte Helmut Hoffer von Ankershoffen (CTO neofonie) beim Euroforum in Berlin, eine Suchtechnologie die in seinem Unternehmen entwickelt wurde. Anhand der Nennung seiner Referenzen glich meiner Meinung nach seine Präsentation eher ein Verkaufsvortrag.

Das gleiche gilt für die Präsentation von Michael Hack (FAST Search) der ebenfalls die Chance nutze, eine selbst geschaffene Suchtechnologie aus seinem Hause vor den Kongressteilnehmer zu präsentieren. Er referierte zu dem Thema „Enterprise 2.0: Die andere Form der Suchmaschinen“.

Zudem waren beide Präsentationen sehr technologisch aufgebaut, als das man sie auf die hier abzuhandeln. Daher solltet Ihr Euch die Präsentationen downloaden. Dies ist vor allem für die Leser interessant, die eine alternativen Suchtechnologie auf Ihrer Webseite (oder Intranet) implementieren wollen.

Persönlich finde ich den Begriff "Web 3.0-Suchmaschine" etwas zu hoch angesetzt.

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2007-12-28

QR Codes (Quick Response Code) als verlängerter Arm zum Internet

Die Welt kompakt hat seit einigen Wochen in einigen ihrer Artikel einen solchen Code eingebaut, indem man weitere Informationen zu dem gelesen Artikel bekommt.

Der User installiert auf seinem Handy eine spezielle Software, aktiviert diese und fängt den Code mit der Kamera ein. Danach besteht die Möglichkeit dass eine Internetverbindung mit dem Handy aufgebaut wird, die dem User zu den gewünschten Informationen führt. Bei der Welt sind dies z.B. Bildergalerien und spezielle Surf-Tipps für mobile Handy-Dienste.

Folgende kostenlose Software könnt Ihr dabei nutzen:
Neoreader, Quickreader oder i-Nigma.

Einfach sein Handymodell aussuchen, Software downloaden und installieren.

Die Bahn setzt diese zweidimensionalen Barcodes bei Ihren mobilen Handy-Tickets ein. Ich könnte mir vorstellen, solche Codes auch für Print,- oder Promotionkampagnen einzusetzen, da man einen einfachen und messbaren Erfolg hat.

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2007-12-27

Das Geschäft mit den Suchmaschinen

Vom 13. und 14. Dezember habe ich den Kongress vom Euroforum „Die Macht der Suchmaschinen“ besucht. Eine Vielzahl von Interessanten Vorträgen standen bei diesem Kongress auf der Agenda. Da diese in nur kurzen Vorträgen angesprochen wurden stelle ich Euch die wichtigsten Punkte in den nächsten Tagen zusammen. Weitere detaillierte Infos könnt Ihr dann den Präsentationen entnehmen, die nach Rücksprache mit Sven Baumhauer vom Euroforum verwenden darf.

Prof. Dr. Peter Gentsch moderierte beide Kongresstage. Zur Einleitung präsentierte er eine Bestandsaufnahme über den Markt der Suchmaschinen. Dabei bestimmten u.a die Themenfelder „Entwicklung, Status Quo und Next Generation“ und „Diversifikation von Suchmechanismen (Semantische Suche, Social Search)“ seinen Vortrag. Natürlich ist der Moderator auch auf die Historie des Suchmaschinenmarktes eingegangen. Ich denke jedoch, dass hier eine kurze Zusammenfassung des Status Quo und der zukünftigen Entwicklungen interessanter ist.

In groben Zügen und anhand des Bildmaterials ging hervor, dass die User im Web auf Suchmaschinen und Web-Verzeichnisse nicht verzichten wollen. Sie sind die erste Anlaufstation im Web, wenn es darum gezielt Informationen zu suchen. Die ersten drei Plätze im Bereich der „Top-Sites“ werden im Alexa Ranking von Suchmaschinen angeführt. Gefolgt auf Platz vier ist bereits Youtube.com.

Nach einer Studie der Uni Rostock ist die Suchmaschine mit 64% die meist genutzte Anlaufstelle, wenn es um die Informationsbeschaffung geht. Mit Abstand (19%) werden danach die Hersteller-Sites und Industrieportale (7%) genutzt. Unabhänge Testportale bilden mit 5% Marktanteil (und noch anderen wenigen Ausnahme-Sites) das Schlusslicht. Mehr dazu in der Präsentation.

Für die Werbetreibenden Unternehmen bedeutet das, dass Suchmaschinenmarketing kein Kommunikationskanal ist, den man nebenbei mit bedienen sollte. Der Bereich SEM (Search Engine Marketing) ist mittlerweile zum Pflichtbestandteil des Kommunikations-Mix geworden.

Semantische Suche:
Hier wurde der Begriff Semantische Suche erst einmal definiert um zu verstehen, wie viele Suchmaschinen arbeiten. Semantic bedeutet, dass eine Art Verwandtschaft mit dem Suchbegriff erzeugt wird. Beispiel hierfür ist das Keyword „Jaguar“. Hier wird nach Eingabe dieses Suchbegriffs eine Verwandtschaft mit weiteren Keywords z.B Auto oder Tier aufgebaut. Und genau hier unterscheidet sich dann auch die Qualität der Suchmaschinen. Näheres dazu später.



















Social Search:
Ein weiterer Trend der sich auf dem Bereich des Suchmarktes ergibt ist die Möglichkeit des Social Search. Viele (z.B. Head Hunter) bedienen sich dabei an den üblichen Web 2.0 Communities XING, Facebook und Myspace. Somit können sich diese Personen ein Bild über das soziale Umfeld eines potentiellen Kandidaten oder über einen möglichen Bewerber machen. Da man auf diesen Portalen teilweise das Kommunikations-Verhalten nachvollziehen kann, trennt sich hier schon oft die Spreu vom Weizen.

Themen- Branchen spezifische Suche:
Der Vollständigkeit halber müssen auch diese Portale erwähnt werden. Darunter fallen z.B. Portale wie Wer-liefert-was.de oder billiger.de. Je nachdem zu welcher Branche dass Unternehmen gehört, kann man sich auf diese Portale spezialisieren oder dies Portale als „Longtail“ nutzen.

Lifestyle-Suche:
Anhand eines entwickelten Tools von L´Tour werden hier Suchergebnisse aufgrund des eigenen Reiseverhalten bzw. Reiseansprüche ausgegeben. Dieses Tool lässt sich nicht nur für die individualisierte Suche nutzen, sondern dies hilft auch durch die Möglichkeit von Data-Mining, seine eigene User besser kennenzulernen. Näheres dazu auch in der Präsentation.

Um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen kann ich nur noch einmal auf die Präsentation (ca. 7,4 MB) verweisen. Mit Sicherheit werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ein solches Thema noch einmal vertiefen.

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2007-12-07

Die Grenzen der transparenten Web 2.0 Communities?

Die Communities XING und Facebook haben vor kurzem zwei Dienste live geschaltet, die die Aktivitäten der „befreundeten“ Kontakte über einen RSS-Feed in Echtzeit dokumentiert.

Bei XING heisst dieser Dienst „Neues aus meinem Netzwerk“ bei Facebook heißt er Beacon.

Viele Facebook-Mitglieder haben sich mittlerweile schon beschert, da Sie nicht wollen das Ihre Netzwerkaktivitäten so transparent veröffentlicht werden. In seinem Blog hat sich Facebook Gründer Mark Zuckerberg bereits für dieses Tool entschuldigt und damit nur seine geplanten gut gemeinten Absichten dargelegt.

Lars Hinrichs (Gründer von XING) ist da noch etwas uneinsichtig. Laut Aussage eines Artikels der Internet World haben angeblich nur wenige User diesen Dienst abgeschaltet.

Was mich nicht verwundert. Dass User die „Boulevard-Schlagzeilen“ der Community interessieren ist klar, aber wenn man das aus der anderen Perspektive sieht würde ich mich als User gerne von einem solchen System ausschliessen lassen. Es geht aus meiner Sicht niemanden etwas an, ob ich gerade Herrn „X“ als Kontakt bestätigt habe oder ob ich soeben einen Beitrag abgesendet habe. Das geht für meinem Geschmack etwas zu weit. Und genau davor kann ich mich zurzeit nicht schützen.

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2007-12-06

Online Werbung im internationalen Vergleich

Vor wenigen Tagen hat der Online Vermarkter Kreis (OVK) des Bundesverbandes der digitalen Wirtschaft (BVDW) den neuen Online-Report für das zweite Halbjahr 2007 veröffentlich.

Ma abgesehen davon, dass die Prognosen mal wieder rückwirkend nach oben korrigiert wurden (was bedeutet das die Unternehmen dieses Jahr mehr in Online-Werbung investiert haben als vorauszusehen war – das freut natürlich die Vermarkter , ist ein weiteres wichtiges Merkmal aufgefallen:

Wer denkt, dass Deutschland bereits schon sehr viel in die Online-Werbung investiert, den muss ich enttäuschen. Natürlich führt der englisch sprechende Raum mit den USA und UK die Spitze an. Das deutsche online Marketing Budget liegt im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Selbst unsere kleinen Nachbarn wie Dänemark, Niederland und Belgien betreiben einen höheren Werbeaufwand pro Online-User als die Deutschen. Dem Report ist auch zu entnehmen, dass die Penetration der Breitband Anschlüsse in diesen Ländern höher ist. Doch was hat das für die Werbetreibende für Auswirkungen?

Abgesehen davon, dass man aufgrund der dichteren Bandbreiten auch aufwändigere Werbemittel gestalten kann, ist die Vermuten nah dass die Online-Werbung in diesen Ländern einfach teurer ist, wenn man sich mit den lokalen Konkurrenten messen, bzw. diese Platzhirsche vertreiben möchte.

Um aus meinem eigenen Nähkästchen zu plaudern:

Mich würde es auch freuen, wenn BVDW mit anderen nationalen Online-Verbänden auf europäischer Ebene Standards bei der Gestaltung de Online-Werbmitteln schaffen definieren würde. Die unterschiedlichen Bezeichnungen für einen Superbanner (728x90 Pixel in Deutschland) sind zwar ganz lustig, weiche aber teilweise von der Größe was zum erhöhten Koordinationsaufwand (und damit Kosten) auf Seiten der Werbtreibenden und deren Dienstleister mit sich bringt. Um ein paar andere Bezeichnungen zu nennen. Unser Superbanner wird in anderen Ländern übrigens Mega-Banner, Super-Banner, Big-Size oder Panorama genannt. Im Rahmen meiner Online-Mediaplanung für die EM 2008 gab das unter uns Beteiligten schon den einen oder anderen Schmunzler. Schlimm sind jedoch nur die russischen Werbemittel, die näheren sich unseren europäischen Werbmittel noch niemals an. Ich hoffe, dass sich das aber auch in den nächsten Jahren ändert. Na ja. ..13 Länder – 13 Sitten.

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2007-12-04

EU reguliert Werbung im Web 2.0

Am 12. Dezember tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die künftig „irreführende“ Werbekampagnen im Web unterbinden soll. Dazu zählen virale Marketing Kampagnen und auch fa geschaffene Kunstfiguren wie „Ron Hammer“ die im Hintergrund auf die Marke Hornbach präsentieren, während diese Person vom Dach fällt. Aber auch gefakte Blogs dieser Kunstfiguren oder falsche Beiträge in Blogs, Foren und Communities zählen mit dazu. Die Richtlinie "Unfair Commercial Practices Devices" soll dem Schutz der Verbraucher dienen. Jetzt müssen die Länder diese EU-Richtlinie aber erst einmal in nationales Recht umwandeln.



Solch eine Gesetzgebung ist zwar ganz ehrenwert, ich denke jedoch das die Online-User aufgeklärt genug sind um Schleichwerbung zu erkennen und daher abzulehnen, wenn es nicht zu diesem Spot passt.

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2007-12-03

Werbung in Blogs als Ergänzung zur Unternehmenskommunikation

In der aktuellen Ausgabe (137) des Podcast „Blick über den Tellerrand“ diskutiert Alex Wunschel mit Klaus Eck (PR-Blogger) über Werbung in der Blogosphäre. Dabei stellten sie einige Vermarkter vor, die sich auf das Schalten von Werbeanzeigen in Blogs spezialisiert haben. An dieser Vermarkter können sich Blogger wenden, um Werbung zur Refinanzierung Ihres Blogs einzusetzen. Die Werbetreibenden wiederum wenden sich somit logischer Weise an diese Vermarkter, damit Sie Ihre Werbebotschaften über die Blogsosphäre absetzen können.

Für jemand der auf Seiten der Werbtreibenden steht, weiß nun an welchen Vermarkter er sich wenden muss um über die Blogospähere „special Interest“ Zielgruppen zu erreichen und anzusprechen. Sicherlich reicht das für ein Unternehmen, dass nur national aufgestellt ist aus die deutsche Vermarkter-Landschaft aus.

Interessanter für ist es jedoch, wie man die Blogosphäre in anderen Märkten (z.B. Osteuropa, USA) nutzen kann, um einen Brand und ein Produkt bekannt zu machen, dass dort noch nicht bekannt ist. Dabei bedient man sich dieser „special Interest“ Zielgruppe und nutzt diese als „Multiplikatoren“ für sein Produkt oder Marke.

Ich halte die Blogger (und deren Leser) als geeignete Zielgruppe um neue Märkte zu betreten. Gerade in den USA werden über SEM-Maßnahmen horrende Klickpreise bezahlt, von denen man hier in Deutschland noch weit entfernt ist. Um in diesen Markt zu dringen, brauch man schon ein gewissen Budget um die lokalen Platzhirsche zu verdrängen. Bis man jedoch von einem Brandingeffekt und einer guten Performance reden kann, kostet das dem Unternehmen schon eine Stange Geld.

Wie die Vermarkter-Landschaft für die Blogospähre international aussieht, habe ich bei Alex Wunschel angefragt? Da er sich nächste Woche mit international tätigen Journalisten trifft, hoffe ich dass er dazu in einen seiner nächsten Sendungen darüber Auskunft geben kann.

Links zu deutschen Blog-Vermarktern:
Adical
Trigami

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