2008-03-04

„Ego-Googlen“ – Digitales Reputationsmanagement

Schon mal probiert den eigenen Namen zu Googlen? Seid Ihr mit dem Ergebnis zufrieden oder wolltet Ihr lieber den einen oder anderen Kommentar, der in Google zu finden ist, mit einem Rechtsurteil löschen lassen?

Den Trend seinen eigenen Namen zu Googlen haben sich einige Anbieter zu Nutzen gemacht, indem sie eine Plattform entwickelt haben, die sämtliche Nutzerprofile in den Communities a`la MySpace und Co. durchsuchen. Aufgrund dieser Daten wird dann eine Ergebnisliste aufbereitet, dessen Resultate nicht nur angenehm sein können.

Als Anbieter solcher Personensuchmaschinen sind hier z.B: Yasni.de und Spock.com zu nennen. Diese Plattformen befinden sich zwar noch in der Beta Phase und unterscheiden sich meiner Meinung nach nicht stark von den Google-Ergebnissen. Ich bin jedoch gespannt zu welchen Ergebnissen diese Personensuchmaschinen kommen, wenn die Beta Phase abgeschlossen ist.

Das „Ego-Googlen“ wird auch als Reputationsmanagement bezeichnet.


Wer dem Sprichwort „Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert“ entgegen wirken möchte, kann sich an Firmen wie myonid wenden. Allerdings ist myonid nicht in der Lage unerfreuliche Kommentare bei Google und Co. zu löschen, sie sorgen jedoch dafür dass die positiven Beiträge oben in der Trefferliste stehen. Die Marketingzeitschrift W&V berichtet in ihrer Ausgabe 9/2008 auch über die Anbieter „deinguterruf.de“ und „reputationdefender“. Diese sollen sich direkt im Auftrag ihrer Kunden mit den Seitenbetreiber in Verbindung setzen und die Entfernung des unerwünschten Kommentars oder Beitrages veranlassen. Sollten persönliche Gespräche nichts bringen, so berichtet die W&V, greifen die Anbieter auf den andere Methoden zurück, die jedoch nicht genannt werden. Die Kunden dieser Reputationsdienstleister können dort ein Monats Abonnement abschließen, das zwischen 7 und 10 Euro kostet. Für jede Entfernung eines Beitrages oder Kommentars werden dann weitere 25 Euro fällig.

Sind diese Kosten gerechtfertigt? Lohnen sich diese Kosten und wie groß ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen? Im ersten Moment dachte ich, dass man dies Online auch selber steuern kann. Aber was ist mit den ganzen anderen Usern, die aus Spaß ein Video auf YouTube gestellt haben oder voreilig ein Kommentar in einem Forum abgesendet haben? Grundsätzlich gilt immer noch der alte Spruch „Aufpassen was man veröffentlicht, das Netz vergisst nichts“.

Weitere Informationen zum Thema Reputations-Management findet Ihr auch auf „Viralmythen“, dem Blog von Benedikt Köhler. Er verweist auch auf ein entsprechendes E-Book, das kostenlos zum Download angeboten wird.

Mit den Personensuchmaschinen hat sich Michael Mertens näher beschäftigt. Infos dazu findet Ihr in seinem Blog PC-Living Room.

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