2008-02-14

Klickbetrug im Suchmaschinen-Marketing

Das Thema Klickbetrug im Rahmen des Suchmaschinen-Marketings steht diesmal in einem TAZ Artikel im Vordergrund. Doch die Frage ist, wem schadet dieser vermeintliche Klickbetrug und wer profitiert davon? Ist dies wirklich nur ein Kostentreiber für die Werbetreibenden?




Dem Artikel zur Folge besteht Klickbetrug aus zwei Gründen:

Erstens: Macht möchte einem Wettbewerber schaden und klickt vermeintlich solange auf seine Anzeige, bis das Tagesbudget des Konkurrenten verbraucht ist.

Zweitens: Man betreibt selber ein Portal und klickt demnach mehrfach auf die Anzeigen um den eigenen Verdienst anzukurbeln

Leider vergisst der Autor dieses Artikels auch zu erwähnen, dass durch diesen „Klickbetrug“ nicht nur Kosten für den Werbetreibenden sondern auch Vorteile entstehen. Je öfter eine Anzeige erscheint und dementsprechend auch geklickt wird, desto höher stuft die Suchmaschine die Relevanz zwischen Suchbegriff und Klicks ein. Demnach wird die Anzeige des Unternehmens im Ranking nach oben gestuft. Das geschieht auch oft zum gleichen Preis, den der Betreiber vielleicht für einen dritten Platz geboten hat. Selbst eine Preissenkung für die besagten Keywords kann mit Ausschlaggebend dabei sein, dass die Anzeige auf den 1.Platz weiterhin gelistet wird. Denn die Relevanz zwischen Suchanfrage und Suchbegriff scheint so groß zu sein, dass der Inhalt für den User vom größeren Interesse ist als die der Anzeige auf dem zweiten Platz.

Dieser Klickbetrug ist auch nicht ganz so einfach, wie der Artikel aufzeigt. Natürlich haben die Suchmaschinenbetreiber auch Sicherheitsmechanismen entwickelt um diesen Klickbetrug entgegen zu wirken. Diese kann einige Klickbetrüger evtl umgehen. Allerdings auch nicht auf Dauer. Schließlich entstehen für die Kunden der Suchmaschinen unnötige Kosten, daher werden diese Sicherheitsmechanismen auch ständig weiter entwickelt. Daher der Tipp: Beim guten Klickraten und stark sinkenden Konversionen einfach mal mit dem Betreiber reden und Einspruch gegen die Rechnung einlegen. Die Betreiber prüfen dann tiefer ob ein Klickbetrug vorgelegen hat. Die eigenen Logfiles können dort auch mit helfen.

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