2007-12-27

Das Geschäft mit den Suchmaschinen

Vom 13. und 14. Dezember habe ich den Kongress vom Euroforum „Die Macht der Suchmaschinen“ besucht. Eine Vielzahl von Interessanten Vorträgen standen bei diesem Kongress auf der Agenda. Da diese in nur kurzen Vorträgen angesprochen wurden stelle ich Euch die wichtigsten Punkte in den nächsten Tagen zusammen. Weitere detaillierte Infos könnt Ihr dann den Präsentationen entnehmen, die nach Rücksprache mit Sven Baumhauer vom Euroforum verwenden darf.

Prof. Dr. Peter Gentsch moderierte beide Kongresstage. Zur Einleitung präsentierte er eine Bestandsaufnahme über den Markt der Suchmaschinen. Dabei bestimmten u.a die Themenfelder „Entwicklung, Status Quo und Next Generation“ und „Diversifikation von Suchmechanismen (Semantische Suche, Social Search)“ seinen Vortrag. Natürlich ist der Moderator auch auf die Historie des Suchmaschinenmarktes eingegangen. Ich denke jedoch, dass hier eine kurze Zusammenfassung des Status Quo und der zukünftigen Entwicklungen interessanter ist.

In groben Zügen und anhand des Bildmaterials ging hervor, dass die User im Web auf Suchmaschinen und Web-Verzeichnisse nicht verzichten wollen. Sie sind die erste Anlaufstation im Web, wenn es darum gezielt Informationen zu suchen. Die ersten drei Plätze im Bereich der „Top-Sites“ werden im Alexa Ranking von Suchmaschinen angeführt. Gefolgt auf Platz vier ist bereits Youtube.com.

Nach einer Studie der Uni Rostock ist die Suchmaschine mit 64% die meist genutzte Anlaufstelle, wenn es um die Informationsbeschaffung geht. Mit Abstand (19%) werden danach die Hersteller-Sites und Industrieportale (7%) genutzt. Unabhänge Testportale bilden mit 5% Marktanteil (und noch anderen wenigen Ausnahme-Sites) das Schlusslicht. Mehr dazu in der Präsentation.

Für die Werbetreibenden Unternehmen bedeutet das, dass Suchmaschinenmarketing kein Kommunikationskanal ist, den man nebenbei mit bedienen sollte. Der Bereich SEM (Search Engine Marketing) ist mittlerweile zum Pflichtbestandteil des Kommunikations-Mix geworden.

Semantische Suche:
Hier wurde der Begriff Semantische Suche erst einmal definiert um zu verstehen, wie viele Suchmaschinen arbeiten. Semantic bedeutet, dass eine Art Verwandtschaft mit dem Suchbegriff erzeugt wird. Beispiel hierfür ist das Keyword „Jaguar“. Hier wird nach Eingabe dieses Suchbegriffs eine Verwandtschaft mit weiteren Keywords z.B Auto oder Tier aufgebaut. Und genau hier unterscheidet sich dann auch die Qualität der Suchmaschinen. Näheres dazu später.



















Social Search:
Ein weiterer Trend der sich auf dem Bereich des Suchmarktes ergibt ist die Möglichkeit des Social Search. Viele (z.B. Head Hunter) bedienen sich dabei an den üblichen Web 2.0 Communities XING, Facebook und Myspace. Somit können sich diese Personen ein Bild über das soziale Umfeld eines potentiellen Kandidaten oder über einen möglichen Bewerber machen. Da man auf diesen Portalen teilweise das Kommunikations-Verhalten nachvollziehen kann, trennt sich hier schon oft die Spreu vom Weizen.

Themen- Branchen spezifische Suche:
Der Vollständigkeit halber müssen auch diese Portale erwähnt werden. Darunter fallen z.B. Portale wie Wer-liefert-was.de oder billiger.de. Je nachdem zu welcher Branche dass Unternehmen gehört, kann man sich auf diese Portale spezialisieren oder dies Portale als „Longtail“ nutzen.

Lifestyle-Suche:
Anhand eines entwickelten Tools von L´Tour werden hier Suchergebnisse aufgrund des eigenen Reiseverhalten bzw. Reiseansprüche ausgegeben. Dieses Tool lässt sich nicht nur für die individualisierte Suche nutzen, sondern dies hilft auch durch die Möglichkeit von Data-Mining, seine eigene User besser kennenzulernen. Näheres dazu auch in der Präsentation.

Um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen kann ich nur noch einmal auf die Präsentation (ca. 7,4 MB) verweisen. Mit Sicherheit werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ein solches Thema noch einmal vertiefen.

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