Google – Die Zukunft der Werbung?
Google startet zurzeit in vielen unterschiedlichen Disziplinen durch, um weitere Anteile am Kuchen „Werbemarkt“ zu bekommen. Ein Teil dieses Rezeptes serviere ich Euch nun, damit Ihr einen kleinen Vorgeschmack darüber bekommt:
Volltextsuche in Büchern:
Bereits vor einigen Jahren hat Google angefangen die Bücher dieser Welt zu scannen und diese über Ihre Volltextsuche findbar zu machen. Ein Schlag ins Gesicht für die Bücherbranche, die nun sinkende Absätze zu erwarten hat. Denn schließlich reicht es bald in Zukunft aus das Orakel „Google“ zu befragen, ohne dass man gleich teure Bücher kaufen muss.
Print,- TV,- und Radiowerbung:
In den USA können Werbetreibende Print-Anzeigen über Google ersteigern. Die Verlage behalten sich vor Veröffentlichung jedoch ein Veto-Recht vor. Sollte sich dieses Versuchsmodell als erfolgreich erweisen, könnte Google dieses Modell auch auf dem europäischen Markt adaptieren. Das diese Möglichkeit zumindest nach Deutschland kommt hat vor kurzen Philip Schindler – Google Deutschland Chef – bekannt gegeben.
Für Werbetreibende ist diese Art der Media-Buchung zwar keine Garantier einer zuverlässigen Anzeigenschaltung, aber vielleicht entwickelt sich daraus ein neuer Trend für die Vermarktung von Kleinanzeigen
Neben diesen Versuchsmodell aus dem Printmarkt, könnte auch das ganze Modell auch auf den TV und Hörfunkmarkt ausgeweitet werden. Ein Anzeichen dafür ist die Übernahme durch Google der Plattform Youtube und der Radio-Werbeagentur Dmarc Broadcasting. Genau wie im Printbereich versteigert Google dann die Werbung im Auktionsverfahren, ermittelt über Schlüsselwörter die passenden Werbeplätze in den Sendekanälen und liefert somit individuelle Werbung in die Haushalte aus. Die Zielgruppenprofile die Google sich dann nach einer geglückten Double-Click Fusion erstellen kann, stützen die ganze Werbeplanung. Für die Media-Agenturen bricht dabei ein wichtiger USP weg. Nämlich der, dass sie durch Ihre Einkaufsmacht bessere Media-Angebote am Markt anbieten können.
Mobile-Marketing:
Google entwickelt mit Branchengrößen aus dem Mobilfunkt-Markt gemeinsam die Handy-Software Android, die somit wahrscheinlich von den meisten Mobilfunk-Provider als Standard Handysoftware installiert sein wird. Sollte die Fusion mit der Double-Click statt gegeben werden, hat Google einen Vermarktungspartner in der Hinterhand, der dann einen große Teil des Mobilfunkt-Marktes mit mobilen Anzeigen beliefern kann. Pro Klick auf diesen Anzeigen verdient Google wiederum sein Geld.
Portalgeschäft:
Mit Diensten wie iGoogle, Picasa oder Blogger.com öffnet sich Google dem Portalmarkt. Dabei sind es dann die User die Google Content liefern, z.B. für das Kartenmaterial für Google-Maps, dass Google dann in Zukunft als Erweiterung für seine Dienste und Service nutzen kann. Zum Beispiel im Einsatz von Reiseführern (Bilderdienste) oder Navigationsgeräten ist solcher Content durchaus denkbar.
Ein Beweis dafür ist die Meldung des Handelsblatts, dass Google dafür seinen virtuellen Speicherplatz ausbaut.
Social-Network:
Kurz nachdem Microsoft den Zuschlag für Facebook erhalten hat, präsentiert Google eine offene Schnittstelle, die Brücken zwischen „social Communities“ und anderen Anwendungen schaffen kann.Hat Google vielleicht nur um Facebook mitgepokert um den Preis für Microsoft mit in die Höhre zu treiben? Diese Schnittstelle dienst bereits jetzt als Branchenstandard, da bereits viele dieser social Communities diese API anbieten.
Google bietet mittlerweile eine „Office-Anwendung“ an, bei denen der User nur einen Web-Browser benötigt, um eine Textverarbeitung,- Tabellenkalkulation,- oder Präsentations-Software bedienen zu können. Wie viele User diese Möglichkeit bereits schon heute nutzen ist mir leider nicht bekannt. Jedoch hat Google damit Microsoft gehörig „in die Suppe gespuckt“. Den Kurz nach Bekanntgabe dieser Möglichkeit hat auch Microsoft seine Anwendung „Office Live Workspace“ neben Yahoo und Adobe gelauncht.
Der neuest Clou – Google will ins Energiegeschäft investieren
Warum – um natürlich die ganzen Stromkosten für seine Server-Farmen aufzufangen. Nähere Infos dazu gibt es unter digitalnext.
Labels: Online Marketing
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