2007-11-05

Besuch der Internet World in München

Vom 23 – 24 Oktober habe ich die Internet World in München besucht. Meine Erwartungen waren sehr hoch gesteckt. Leider entpuppte sich dieser Besuch als Enttäuschung, denn wirklich neue Themen gab es nicht.

Bevor ich jedoch darauf eingehe möchte ich Euch zwei Keynotes näher bringen, die wirklich interessant waren..

Keynote 1 wurde von Ram Mohan (Vice President Affilias Ltd., USA) vorgetragen. Er berichtete über das Kundenpotential des „Nicht englisch sprechenden Web“ - ein Thema was wir alle kennen. Allerdings haben sich die meisten von uns noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt. Seinen Vortrag "Win or loose - Success strategies for Competing in the new non-English internet" könnt Ihr hier downloaden.

Keynote 2 wurde von Lars Hinrichts ( CEO, XING AG) gehalten. Er sprach über die zukünftige Entwicklung des XING. Auf jeden Fall möchte er in Deutschland noch weiter wachsen und noch mehr Service für die Mitglieder bieten.

Eine Anmerkung hierzu. Masse ist nicht gleich Qualität. Irgendwann kennt jeder jeden und der Gedanke der Business-Community geht dann verloren. Ob dann auch noch die Mitglieder aktiv bleiben? Doch nun zum Kongress:

Insgesamt war dieser Kongress eher eine Verkaufsveranstaltung. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, wenn denn wenigstens attraktive Themen diskutiert worden wären.

Wenn man allerdings Themen wie Online-Communities unter dem Thema Mantel Web 2.0 hoch aufgehängt und man den zehnten Vortrag zum Thema Suchmaschinenmarketing hört ist es nichts Neues und nichts Spannendes. Das machen viele Werbetreibende seit Jahren ( so auch ich).

Fazit: Der Kongress lohnt sich für diejenigen, die relativ neu in der Online-Welt sind uns sich umfassend informieren wollen. Die günstigere Alternative ist es die OMD zu besuchen. Dort gibt es vom Inhalt her die gleichen Themen – und das kostenlos.

Experten sollten diese Themen in kleiner Runde diskutieren und dabei neue Gedankenansätze diskutieren.

Eine Anmerkung zum Schluss:

Liebe Agenturen. Hängt Euer Verkaufsargument „Web 2.0“ bitte nicht so hoch auf. Die Ideen sind (fast) alle nicht neu. Man kann heute nur die Konzepte umsetzen die man vor 10 Jahren bereits in der Schublade hatte. Auch wenn Facebook und Co für Millionen US-Dollar verkauft wurden – das sind Ausnahmen und andere Geschäftskonzepte: Bitte behaltet bei dem ganzen Hype (oder Luftblase?) das Kerngeschäft des Kunden im Auge.

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1 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

Mit der Bitte scheinst Du nicht alleine da zu stehen. In einen heutigen Horizont Artikel behauptet Maurice Lévy (Publicis Chef) ebenfalls, dass das Thema Web 2.0 nicht so hoch aufgehangen werden soll, http://www.horizont.net/aktuell/agenturen/pages/protected/show.php?id=73199, und verweist dabei auf Dotcom-Blase Ende der 90er Jahre.

November 12, 2007  

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